Nélida Béjar

Komponistin / künstlerische Leitung (Musik)

www.nelidabejar.com

Die spanische Komponistin Nélida Béjar verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Andalusien und in München.

Ihr Studium hat sie an der Münchner Musikhochschule und bei Wilfried Hiller am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium absolviert, 2012 promovierte sie dann im Fach Komposition am Trinity College Dublin bei Donnacha Dennehy.

Der Freistaat Bayern unterstützte die heute 32-jährige Künstlerin mit Stipendien für das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg und die Cité Internationale des Arts in Paris, die Stadt München mit dem Richard-Strauss-Preis und einem Stipendium für Musik 2011. Komponiert hat Nélida unter anderem im Auftrag des Kulturkreis Gasteig, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, für das Ensemble Zeitsprung, die Singphoniker, das Neue Kammerorchester Bamberg und Veranstaltungen des Bayerischen Rundfunks. Ihre Werke wurden in Deutschland, Frankreich, Irland und den Niederlanden (International Gaudeamus Music Week) aufgeführt. Nélida hat die Bühnenmusiken für mehrere Produktionen des Regisseurs Björn Potulski geschaffen.

Nach fünf Jahren in Paris, lebt und arbeitet Nélida seit 2009 wieder in München. Dort gründete sie im selben Jahr, zusammen mit Björn Potulski, das undercoverfiction ensemble für Neue Musik und neues Musiktheater.

In 2008 bis 2010 interessierte sich Nélida insbesondere für die live-elektronische Verarbeitung von Instrumentalklängen sowie für die Komposition mit „echten“ Aufnahmen aus nichtmusikalischen Umgebungen. Dazu eignete sie sich umfangreiche Kenntnisse in der Audio-Programmierumgebung pure data an, in der sie heute alle elektronischen Prozesse selbst programmiert.

Nach ihrem ersten abendfüllenden Werk "Zum Ewigen Frieden - Ein Abgesang", uraufgeführt 2010, folgte im Jahr 2012 das Musiktheater "Schwerer als Luft", für 12-köpfiges Instrumentalensemble und einen Chor von Flugzeugabfertigern.

Nélidas musikalische Ästhetik bewegt sich zwischen der Suche nach einem postmodernen tonalen Ordnungssystem, welches das kompositorische Spiel mit Wiedererkennung, die musikalische emotionale Kommunikation, sowie die Integration neuer Klänge ermöglicht; einer komplexen und doch pulsierenden, zum Teil mechanisch-aggressiven Rhythmik und der Einbeziehung ungewohnter, live-elektronisch verfremdeter Klangwelten.